Berufsspecial: Karriere im Sportrecht

Hier findet Ihr unser Berufsspecial für den Bereich „Sportrecht“ mit umfassenden Informationen zum Tätigkeitsbereich und zu den Aus- und Weiterbildungsangeboten. Anhand von Urteilen aus der Rechtsprechung, sowie Fachbeiträgen mit Bezügen zum Sportrecht, werden wir zudem den Berufsalltag in diesem Bereich beleuchten.

Außerdem haben wir für Euch die Berufschancen im Bereich „Sportrecht“ untersucht, Interviews mit juristischen Arbeitgebern geführt und Erfahrungsberichte von Praktikern im Sportrecht gesammelt.

Die Praxis für den Arbeitsrechtler

Tätigkeitsfelder im Sportrecht

Die FIFA-Ethik Kommission, die Wahl eines neuen Vorsitzenden, der Ausschluss russischer Athleten von den olympischen Spielen, der Vertrag eines Brasilianischen Fußballers mit einem deutschen Verein: Dort wo Sport auf Recht trifft, spielen die Sportrechtler um den Pokal.

Dabei braucht es keine großen Schlagzeilen, um sportliche Juristen in die Startlöcher zu bringen. Selbst die einfachsten rechtlichen Auseinandersetzungen eines Spielers mit seinem Verein, können den Sportrecht-Spezialisten zum Zuge bringen.

Die Besonderheit des Sportrechts liegt dabei insbesondere in dem Zusammenspiel und der regelmäßigen Kollision von staatlichem Recht und den Regelwerken der nationalen sowie internationalen Sportverbände.

Der Allrounder

Von Vertragsrecht bis hin zu markenrechtlichen Kenntnissen sollte der Sportrechtler haben. Gesellschaftsrecht, Vereinsrecht, Steuerrecht und sogar das Strafrecht wird nicht selten Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten in der Welt des Sports. Das Sportrecht als Bereich, welches mannigfaltigen Bezug zu vielen verschiedenen Rechtsgebieten aufweist, kann folglich nicht konkret abgegrenzt werden. Für das Sportrecht muss der ehrgeizige Jurist also auf allen Gebieten performen können. Die Rechtsabteilung der DFL Deutsche Fußball Liga GmbH besteht aus einer kleinen Taskforce, die in Eigenregie und Handarbeit die meisten Arbeiten erledigt. Die Lizenzvereinbarung mit Amazon über Audio-Verwertungsrechte kommen aus den Federn dieser wenigen Justiziare. Aber nicht nur Fußball will und braucht die juristische Expertise, auch Eishockey (Stichworte: Reichweite der Einwilligung im Sport); Reitsport (Stichwort: Pferdekauf) haben ihre ganz eigenen rechtlichen Tücken. Ein Ehrenamt im Sportverein oder eigene Erfahrungen als Sportler werden zudem oftmals als Pluspunkt gewertet. Ein Allrounder muss er eben sein -Der Sportrechtler.

Berufsaussichten im Sportrecht – Was sind meine Möglichkeiten?

Einsatz finden die Auserwählten in unterschiedlichsten Bereichen. Das Justiziariat der DFL und die Rechtsberater-Tätigkeit bei namhaften Vereinen oder Profisportlern sind nur einige der sehr gefragten Stellen. Auch gibt es eine Reihe von Rechtsanwaltsboutiquen, die sich auf das Sportrecht spezialisiert haben. Nicht zu vergessen die Großkanzleien, welche bei Großprojekten beratend tätig werden. Diese haben jedoch selten eine eigenständige im Sportrecht spezialisierte Abteilung.

Eben diese Vielfalt ist es, weshalb eine Tätigkeit im Sportrecht so begehrt und fordernd ist. Es ist ein Querschnitt aller Rechtsgebiete und Lebenssachverhalte, wenn es um Aufenthaltsgenehmigungen von Sportlern aus Drittstatten geht oder das Sponsoring, dass es in dieser Form nur im Sportrecht gibt. Kein Wunder, dass etwa der Handball-Torhüter Andreas Thiel heute eine Kanzlei in Köln betreibt oder Tom Eilers sich nach seiner Karriere als Torwart des SV Darmstadt 98 und beim FSV Mainz 05 als Anwalt selbstständig machte und heute unter anderem für FIFA und DFB tätig ist. Schließlich ist es mehr als nur Sport(-recht).

Wer hätte nicht gerne in seinem Terminkalender eine Transfer-Verhandlung mit Marco Reus oder Thomas Müller stehen. Die Rechtsberatung direkt am Spielfeldrand, die Bundesliga als Chef oder die Stars als Mandanten – Bei Sport und Recht lässt der Pokal nicht lange auf sich warten!

Empfohlene Arbeitgeber im Sportrecht

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Infos zu Karriereperspektiven bei BEITEN BURKHARDT

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Infos zu Karriereperspektiven bei DLA PIPER

Aus- und Weiterbildung

Generell besteht für jeden der Tipp, sich bei Interesse an dem Thema der sportrechtlichen Literatur, Fachzeitschriften und Sportgerichtsentscheidungen zu widmen. Dadurch schärft man sein Verständnis für die Schnittstellen im Sportrecht und verfeinert, die dringend notwendige solide rechtliche Ausbildung im Studium und Referendariat.

Ehrenamtliches Engagement im Sportvereinen – oder verbänden

Zudem sorgt ein ehrenamtliches Engagement in Sportvereinen oder -verbänden für praktische Erfahrung innerhalb der allgemeinen Ausbildung.

Master oder Promotion im Sportrecht

Zusätzlich zu der Ausbildung zum Volljuristen bietet eine Promotion im Sportrecht oder ein Master of Laws Sportrecht (LL.M. Sportrecht) die Möglichkeit sein Profil markant zu schärfen. Möglich ist der LL.M. Sportrecht an der Justus-Liebig-Universität Gießen, der deutschen Sporthochschule Köln und an der Universität Bayreuth.

Interviews mit juristischen Arbeitgebern im Sportrecht

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