Promotion

Für die berufliche Zukunft ist die Bedeutung von Zusatzqualifikationen neben dem reinen Abschluss nicht zu unterschätzen. Die Promotion bietet daneben auch eine hervorragende Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten in einem Rechtsgebiet seiner Wahl weiter zu entwickeln und seinen Namensschriftzug mit einem vielversprechenden Buchstabenkürzel zu versehen. Bei dem Doktor der Rechtswissenschaften handelt es sich um einen akademischen Grad, der in Deutschland ausschließlich an einer Hochschule erworben werden kann. Der „Doktor der Rechte“ wird mit „Dr. jur.“ (latein für doctor iuris) abgekürzt, meist belässt man es aber bei der kürzeren Abkürzung „Dr.“

Der Erhalt der Doktorwürde ist nicht in jedem Land eine Zusatzqualifikation, in einigen Ländern erhält man den Doktorgrad bereits mit dem regulären Abschluss des Rechtsstudiums (bspw. in den USA).

Die Promotion dauert in den Rechtswissenschaften 1 bis 5 Jahre und hängt zeitlich in erster Linie von dem gewählten Thema ab. Die genauen Voraussetzungen werden von der jeweiligen Universität festgelegt. Stets gilt aber ein absolviertes Erstes Examen, meist auch mit einer entsprechend guten Punktzahl (Vollbefriedigend), als Grundvoraussetzung für eine Promotionsstelle. Darüber hinaus verlangen einige Universitäten noch die Vorlage von Prüfungsleistungen bestimmter Lehrveranstaltungen, die sich mit dem Thema Promotion beschäftigen.

Daneben gibt es gewisse Möglichkeiten, über den Umweg des Master of Laws zu promovieren, teilweise auch möglich ohne erfolgreichen Abschluss des Ersten Examens. Für Wirtschaftswissenschaftler und Wirtschaftsjuristen gibt es auch die Möglichkeit, den Grad des Dr. rer. pol. verliehen zu bekommen

Der Arbeitsumfang einer Promotion der Rechtswissenschaften umfasst das Erstellen einer eigenständigen wissenschaftlichen Leistung, konkret einer Promotionsschrift, welche nach Abschluss veröffentlicht wird. Sowie der Verteidigung der Dissertation, einer Veranstaltung, in der der Doktorand von einem Prüfungskommitee auf Grundlage seiner Arbeit mündlich geprüft wird. Erkennt das Komitee die Leistung des Doktoranden als eigenständige wissenschaftliche Arbeit an, und besteht der Doktorand die Verteidigung seiner Arbeit, so wird ihm in einem festlichen Akt zum Abschluss das Doktordiplom verliehen. Er oder sie darf zukünftig den Titel „Dr. jur.“ führen.

Promotion