Karriereprofile: Studierende der Rechtswissenschaften sind „Hunter”

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Aus der Artikelreihe zum Universum Student Survey 2016 – Teil 4: Karriereprofile – Studierende der Rechtswissenschaften sind „Hunter“


Welche Karriereprofile haben Studierende der Rechtswissenschaft?

Für die Unternehmen wird es im Kampf um die besten Talente immer wichtiger, genau die Mitarbeiter zu finden, die zum Job und zur Unternehmenskultur passen. Sie müssen dazu eine klare Vorstellung davon haben, welchen Persönlichkeitstyp sie überhaupt suchen. Um die Arbeitgeber dabei zu unterstützen, hat die Employer Branding-Beratung Universum auf der Basis von umfangreichen Befragungen unter Studierenden sieben idealtypische Karriereprofile identifiziert. Die Teilnehmer der Umfrage werden dabei anhand ihrer Antworten den verschiedenen Karriereprofilen zugeordnet. Die so identifizierten Karriereprofile sind: Entrepreneur, Hunter, Internationalist, Harmoniser, Careerist, Leader und Idealist.

Wer bei Google arbeiten will, muss Unternehmergeist mitbringen. Allerdings ist der Persönlichkeitstyp des „Entrepreneurs“ in Deutschland eher selten anzutreffen: Mit nur 2 Prozent bilden die Entrepreneure die kleinste Gruppe unter den Studierenden, die an dem Universum Student Survey 2016 in Deutschland teilgenommen haben. Die größte Gruppe, mit 21 Prozent, bilden die „Hunter“. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr darauf bedacht sind, neue Geschäftsmöglichkeiten aufzuspüren. Eine wettbewerbsfähige Vergütung, Aufstiegschancen und ein hohes Einkommen in der Zukunft sind ihnen besonders wichtig.

„Hunter“ bilden mit 25 % die größte Gruppe

Welcher Persönlichkeitstyp ist bei den Studierenden der Rechtswissenschaften vorherrschend? Wie bei den Studierenden allgemein ist auch bei den Juristen der „Hunter“ am häufigsten vertreten. Diesem Profil sind 25 Prozent der Befragten zuzuordnen. Der Fokus der „Hunter“ liegt auf monetären Aspekten. Sie sind auf der Suche nach lukrativen und von Wettbewerb geprägten Positionen.

Die zweitgrößte Gruppe, mit 16 Prozent, ist die der „Internationalisten“: Sie sehen das große Ganze, richten sich in erster Linie an der Zukunft aus, statt am Alltäglichen oder der Vergangenheit. Für internationale Rechtsanwaltskanzleien und andere global agierende Unternehmen sind Talente mit dem Karriereprofil „Internationalist“ besonders interessant. Hierzu zählen Studierende, die weltoffen sind und sich nach einem internationalen Arbeitsumfeld sehnen. Sie fühlen sich wohl, wenn sie neuen Menschen begegnen, viel reisen oder außerhalb des Heimatlandes arbeiten.

15 Prozent sind „Harmoniser“

Nahezu gleich stark, mit 15 Prozent, ist die Gruppe der „Harmoniser“ vertreten. Sie gelten als verantwortungsbewusste und loyale Menschen, denen es Freude macht, sich für das Wohl ihres Teams einzusetzen. Sie schätzen ein stabiles Arbeitsumfeld, das auf einer respektvollen und ausgeglichenen Managementphilosophie basiert.

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Mit 9 Prozent sind „Careerists“ unter den Juristen vertreten. Sie sind eher zukunftsorientiert und streben nach Management- und Führungspositionen.  Sie wollen einen vielversprechenden Karrierepfad beschreiten – in einer Umgebung, die von Prestige und Anerkennung ihrer Erfolge geprägt ist.

7 Prozent sind „Leader“

Die Gruppe der „Leader“ umfasst 7 Prozent der Befragten. Die „Leader“ sind in jeder Situation in der Lage den Gesamtzusammenhang zu erkennen, was ihnen ermöglicht, sowohl ihre Teams als auch sich selbst zu inspirieren. Wer als „Leader“ eingestuft wird, hat keine Angst davor, Verantwortung zu tragen. Ganz im Gegenteil: Ihm erscheint Verantwortung als etwas Wünschens- und Begehrenswertes. „Leader“ beobachten sich selbst sehr genau. Sie haben die Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren und sich ehrlich und wenn nötig auch hart zu beurteilen. „Leader“ sind keine „einsamen Wölfe“. stattdessen bevorzugen sie die zahlreichen Vorteile der Zusammenarbeit im Team. Da es ihnen leichtfällt, den Gesamtzusammenhang zu erkennen, gelingt es ihnen immer wieder, sowohl ihre Teams als auch sich selbst zu inspirieren.

Die Gruppe „Idealisten“ ist mit 6 Prozent vertreten: Sie möchten in Organisationen arbeiten, die ihre Mitarbeiter wertschätzen und respektieren. Im Hinblick auf die Unternehmensverantwortung vertreten sie einen ethischen Standpunkt.

Wie bei den Studierenden allgemein bilden auch bei den Juristen die Entrepreneure die kleinste Gruppe. In dieser Kategorie wird nur 1 Prozent der Befragten erfasst. Talente mit Unternehmergeist sind demnach für die Rechtsanwaltskanzleien extrem schwer zu finden.

Unternehmen, die Studierende mit bestimmten Persönlichkeitsprofilen rekrutieren möchten, sind gut beraten, wenn sie die Präferenzstrukturen der entsprechenden Talente genau analysieren und ihre Kommunikation entsprechend anpassen. Für die Studierenden ist es hilfreich, sich über ihr Persönlichkeitsprofil klar zu werden und Arbeitgeber so auszuwählen, dass die dort bestehende Unternehmenskultur zu ihnen passt.

 

Alle Beiträge zur Universum Student Survey 2016:

Der Universum Student Survey (Teil 1) Universum Student Survey – Top Arbeitgeber Rechtswissenschaften 2016 (Teil 2) Karriereziele der Studierenden der Rechtswissenschaften 2016 (Teil 3) Karriereprofile: Studierende der Rechtswissenschaften sind „Hunter“ (Teil 4) Welche Wünsche werden an einen Job gestellt? Teil 5 Welche Branchen werden bevorzugt? Teil 6