Zivilstation

In vielen Bundesländern beginnt das Referendariat mit der Zivilstation. Sie kann beim Amts- oder beim Landgericht absolviert werden. Während man beim Amtsgericht die Möglichkeit hat, an vielen übersichtlichen Verhandlungen teilzunehmen, und verschiedene Facetten der richterlichen Tätigkeit kennenzulernen, wird man am Landgericht häufig mit komplexen Sachverhalten und Rechtsfragen konfrontiert, die mehrere Sitzungstermine erfordern.

Das Verfassen von Urteilen und Relationsgutachten ist die Hauptaufgabe in der Zivilstation.

Der Referendar wird in der Zivilstation regelmäßig Urteile verfassen und hat dabei ausreichend Gelegenheit, sich mit zivilprozessualen Fragen auseinanderzusetzen, und auf die entsprechenden Aufgaben im schriftlichen Examen vorzubereiten. Einige Ausbilder ermöglichen es dem Referendar sogar, selbst die Sitzungsleitung zu übernehmen und sich in der Richterrolle auszuprobieren. Mit Blick auf die mündliche Examensprüfung sollte schließlich nicht vergessen werden, auch Aktenvorträge mit der Ausbilderin / dem Ausbilder zu üben.

Aufsätze und Blogbeiträge für die Zivilstation