Das Grundstudium der Rechtswissenschaften

Das Grundstudium

Die Basis für ein erfolgreiches Jurastudium

Das Grundstudium bildet die Basis für ein erfolgreiches Jurastudium. Alle Inhalte des Grundstudiums werden dich auf deinem weiteren Weg bis hin zum Volljuristen/zur Volljuristin begleiten, und sollten dementsprechend mit größter Aufmerksamkeit und Gewissenhaftigkeit von dir aufgenommen werden. Besonders die Relevanz für spätere Abschnitte auch über die Zwischenprüfung, den formalen Abschluss des Grundstudiums, hinaus, solltest du nicht unterschätzen.

Die juristischen Inhalte werden dir im weiteren Verlauf im Zuge der großen Übungen im Hauptstudium (Hauptstudiumsklausuren), aber auch bis hin zum ersten Staatsexamen ein treuer Begleiter sein. Es lohnt sich also, von Semester eins an, nicht nur stur auf das bestehen der Kurse zu lernen, sondern darüber hinaus auch den ein oder anderen Gedanken an Lernmethoden, Systematik und Struktur zu verwenden. Insbesondere das Arbeiten mit den Gesetzen – welches Du besonders gut in der Iurratio Gesetzes-Lernsoftware üben kannst – will gelernt und stetig wiederholt werden.

Wenn es dir gelingt, bereits im Grundstudium den Stoff gut aufzunehmen und geordnet abzuspeichern, ersparst du dir in späteren Semestern viel Zeit, die sonst für das Nach- und Aufarbeiten draufgeht. Unnötige Wiederholungen können so verhindert werden.

Du hast große Karrierepläne und trägst dich mit dem Gedanken, die Welt mit einem Prädikatsexamen in der Tasche zu erobern? Dann bleib von Tag 1 am Ball und schieb das Konzentrierte erarbeiten der Grundlagen nicht nach hinten! Du wirst später kaum noch Zeit haben Elementares nachzuholen.

Das Ziel: Die Zwischenprüfung

Formal findet das Grundstudium sein Ende im Ablegen der Zwischenprüfung, welche du – je nach Anforderungen der jeweiligen Prüfungsordnung deiner Universität – in der Regel bis nach dem vierten Semester hinter dich gebracht haben musst. Die vier Semester verbringst du mit dem Schreiben von Klausuren (im Semester) sowie dem Erstellen von Hausarbeiten zu einzelnen Rechtsgebieten (meist in der vorlesungsfreien Zeit). Wenn du nach den zwei Jahren die erforderlichen Prüfungsleistungen nicht erbracht hast, endet an den meisten Universitäten dein Studium an diesem Punkt mit der Exmatrikulation.

Struktur des Grundstudiums

In den ersten Semestern sollen Dir die Grundlagen der drei Rechtsgebiete Strafrecht, Zivilrecht und Öffentliches Recht vermittelt werden. Zu jedem Rechtsgebiet werden in den Semestern Grundkurse oder Übungen angeboten.

Der Fokus der Betrachtung liegt hier auf dem materiellen Recht, sprich Rechtsnormen, die sich mit diversen Lebenssachverhalten beschäftigen. Das formelle Recht (Verfahrens- oder Prozessrecht) wird in den Grundkursen lediglich in den Angeboten zum Öffentlichen Recht behandelt, spielt also im Grundstudium eine untergeordnete Rolle.

Arbeitsgemeinschaften

Flankiert werden die Vorlesungen von Arbeitsgemeinschaften, Fallbesprechungen und Tutorien, in denen du anhand von Fallbeispielen das erlernte Wissen vertiefen kannst. Hier lernst du nicht nur, einen Sachverhalt unter rechtlichen Gesichtspunkten zu bearbeiten und die korrekte Formulierungsweise eines solchen, sondern auch den so wichtigen Gutachtenstil, deine Arbeitstechnik in den Klausuren. Wir können dir den Besuch dieser Veranstaltungen nur empfehlen, den nur so kannst du dich darauf vorbereiten, das Wissen aus den Vorlesungen klausurgerecht umzusetzen.

Grundlagenfächer

Neben den Grundkursen und den Angeboten der Arbeitsgemeinschaften stehen auch noch Vorlesungen zu Grundlagenfächer wie Logik, Methodenlehre, Rechtsphilosophie und Rechtsgeschichte auf dem Programm. Je nach Fakultät muss ggf. eines dieser Fächer mit einer Klausur oder Hausarbeit abgeschlossen werden.

Ziel der Grundlagenfächer ist es, dir neben dem materiellen und formellen Recht ein Verständnis für das Juristenhandwerk zu vermitteln. Ein Beispiel hierfür ist die historische Wurzel des deutschen Rechtssystems im Römischen Recht. Die Entwicklung vom Römischen Recht bis hin zu unserem heutigen Rechtssystem wird dir oftmals im Rahmen der Angebote zu Europäischer Rechtsgeschichte vermittelt.

Alternativ zu den Angeboten mit einem engen historischen Bezug gibt es aber noch eine ganze Reihe anderer Angebote, die je nach Fakultät für dich angeboten werden. Eine klare Empfehlung, welches Grundlagenfach zu welchen Ambitionen passt, kann man an dieser Stelle schwer aussprechen. Du entscheidest dich im Grunde zwischen Angeboten mit einem historischen, philosophischen, logischen oder soziologischen Ansatz und solltest hier das Angebot wählen, dass dich am meisten interessiert.

Schlüssel- und Zusatzqualifikationen

Mit dem Begriff Schlüssel- und Zusatzqualifikationen sind Veranstaltungen bezeichnet, dir Kenntnisse zu Mediation, Rhetorik, Vernehmungspsychologie, der anwaltlichen Tätigkeit an sich und anderem vermitteln sollen. Dazu tritt eine Ausbildung in einer Fremdsprache. Wenn du schon eine genaue Vorstellung davon hast, wo dich dein Jurastudium eines Tages mal hinführen soll, kannst du an dieser Stelle sicher schon die richtigen Weichen stellen und die Angebote passend nach der angestrebten Beruflichen Zukunft zusammenstellen.

Das jeweilige Angebot ist hier von Fakultät zu Fakultät sehr unterschiedlich, da es meist von externen Lehrbeauftragten übernommen wird. Auch die Bedeutung dieser Qualifikationen für dein Studium ist je nach Institution unterschiedlich. Teilweise zählt das Belegen dieser Angebote mit zu den Zulassungsvoraussetzungen des Ersten Staatsexamens (Baden-Württemberg) oder der Zulassung zur mündlichen Schwerpunktbereichsprüfung (Europa-Universität Viadrina). An dieser Stelle also die dringende Empfehlung: Informiere dich über die Details deiner Prüfungsordnung!

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