Von wegen Chancengleichheit im Referendarexamen – Wohl eher Wettbewerbsverzerrung!

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Von wegen Chancengleichheit im 2. Staatsexamen - Wohl eher Wettbewerbsverzerrung!

Dem niedersäschischen Justizprüfungsamt (JPA) ist ein riesen großer Fehler unterlaufen: Wie die NOZ bereits Anfang diesen Monats berichtete, wurde im Juli 2017 versehentlich die gleiche Klausur wie im Juli 2016 gestellt.

Chancengleichheit und Vergleichbarkeit in Frage gestellt

Von Chancengleichheit und einer Vergleichbarkeit der Ergebnisse im Staatsexamen kann unter solchen Umständen wohl kaum mehr die Rede sein.

Es ist hinreichend bekannt, dass sich Nachwuchsjuristen über die Inhalte von bereits geschriebenen Klausuren austauschen und sich nicht nur in Onlineforen Lösungsvorschläge zu bereits gelaufenen Klausuren finden lassen.

Mehr als 200 Kandidainnen und Kandidaten nahmen an der Prüfung im Juli diesen Jahres teil. Noch größer wird das Ausmaß des Skandals, wenn man berücksichtigt, dass unter diesen auch zehn Wiederholer beziehungsweise „Notenverbesserer“ waren.

Nicht der erste Skandal in Norddeutschland

Dieser Fall reiht sich nahtlos  in eine Vielzahl von Skandalen ein, die sich schwerpunktmäßig in den nördlichen Bundesländern ereigneten,  Wir berichteten beispielsweise im April diesen Jahres über den Skandal in Bremen, bei dem 36 Examensklausuren im Zivilrecht verschwunden waren.

Das zweite Staatsexamen in Niedersachsen geriet bereits 2014 und 2015 durch den Fall des Richter Jörg L. in Verruf. Dieser verkaufte die Lösungen zu Examensklausuren. In der Folge klagten ehrliche Prüflinge auf Chancengleichheit.


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