Welcher Beruf macht glücklich?

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Gehalt, Arbeitsumfeld und Tagesablauf – all das sind Faktoren, die die Zufriedenheit im Beruf beeinflussen. Ob man selbstständig arbeitet oder einen Vorgesetzten hat, macht ebenfalls einen Unterschied. Eine Studie der FAZ zeigt, wie glücklich Menschen in ihrem Beruf sind und in welchen Arbeitsfeldern eher Unzufriedenheit herrscht.

Die Studie beruht auf Daten des Sozioökonomischen Panels. Dafür fragt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung jährlich mehr als 20000 Deutsche nach ihren Lebensumständen und wie zufrieden sie mit ihrer Arbeit sowie mit ihrem Leben sind. Antworten kann man auf einer Skala von 1(unzufrieden) bis 10 (zufrieden).

Auf der Liste mit den zehn zufriedensten Berufstätigen stehen ganz oben die Hochschullehrer und Forscher mit 7,71 Punkten. Zuunterst liegen die zahnmedizinischen Fachangestellten mit 7, 41 Punkten, keinem allzu großen Unterschied. Rechtsanwälte befinden sich mit 7, 57 Punkten auf Platz drei der Zufriedenheitsskala der Berufe und sogar auf Platz eins der Liste, die die Zufriedenheit mit dem Leben darstellt.
Die meisten Rechtsanwälte würden sagen, dass sie es im Beruf gut haben, was unter anderem auch daran liegt, dass sie sich selbstständig machen können. Zufriedenheit im Beruf wirkt sich natürlich auf das restliche Leben aus. Weitere Vorzüge des Anwaltsberufs sind, dass man Menschen in ihren schwierigen Lebensphasen helfen kann und dass Anwälte ein hohes Sozialprestige genießen. Wer als Kanzleiinhaber selbstbestimmt arbeitet, kann auch mal ein Mandat ablehnen.
In anderen Berufen sind die Faktoren für Zufriedenheit ähnlich: Zum Glücklichsein braucht es am Besten wenig Druck und geregelte Lebensabläufe.

Doch es gibt auch Berufe, die weniger positive Ergebnisse liefern. Auf der Liste der Unzufriedenen Berufstätigen stehen die Lagerarbeiter an erster Stelle, die Maurer bilden den Schluss, beide mit ca. 6 Punkten. In einigen Berufen ist es schwieriger glücklich zu werden, vor allem, wenn sie körperlich anstrengend oder sozial nicht hoch angesehen sind, wie etwa bei Handwerkern und Putzkräften.

Wenn auch nicht alle Faktoren, die zur Zufriedenheit beitragen, in der eigenen Hand liegen, so gibt es dennoch einige Aspekte, die man selbst verändern kann, um glücklicher in seinem Beruf zu werden.
Zunächst einmal ist es wichtig, eine Aufgabe zu haben, die die eigenen Fähigkeiten trifft. Eine dauerhafte Unterforderung ist der erste Schritt zur Demotivation. Weiterhin sollte für ein gutes Arbeitsklima im Büro und mit den Kollegen gesorgt werden. Ebenfalls von Bedeutung ist es, regelmäßig an Fortbildungen teilzunehmen, um den Beruf immer auf dem neuesten Stand zu halten. Zuletzt sei gesagt: Wer schon länger mit dem Gedanken spielt, sich selbstständig zu machen, sollte diesen Schritt wagen. Studien zeigen, dass Selbstständige zufriedener mit ihrem Beruf und somit auch mit ihrem Leben sind als Angestellte.


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